Delegiertenanfrage an den Bundesvorstand

An den Vorstand
Verein für Deutsche Schäferhunde SV. ev.
Steinerne Furt 71
86167 Augsburg

Datum: 6.12.2012

Sehr geehrter Herr Henke, sehr geehrte Herren des Vorstands!

Am letzten Samstag fand der Landesgruppenstammtisch unserer Landesgruppe statt. Die Anzahl der anwesenden Gäste war außerordentlich hoch und zwar deshalb, weil am kommenden Sonntag den 9.12.2012 eine außerordentliche Mitgliederversammlung stattfindet. Hier geht es um einen Misstrauensantrag der LG gegen den Zuchtwart R. Meyer. Fast alle Teilnehmer der Veranstaltung wollten sich informieren, welche Argumente Herr Meyer und die Gegenpartei vorbringen, um sich ein eigenes Bild machen zu können, mit dem Ziel, dem Misstrauensantrag aufgrund der vorgebrachten Argumente zuzustimmen oder nicht. Der Stammtisch war nicht nur von einer sehr heftigen Diskussion geprägt, sondern auch von sehr gegensätzlichen Aussagen, so dass eine der Parteien jeweils unwahre Argumente vorgebracht haben muss. Auch in der Delegiertenversammlung nächste Woche werden diese gegensätzlichen Argumente die Entscheidungsfindung der Delegierten stark beeinflussen. Die Delegierten haben jedoch ohne genaue Kenntnis der tatsächlich abgelaufenen Vorgänge und Entscheidungen des Hauptvereinsvorstands keine Möglichkeit in Erfahrung zu bringen, welche Behauptungen der Wahrheit entsprechen und welche nicht. Dieser Kenntnisstand sowie die in der Sache ausgefallenen Entscheidungen des Hauptvorstandes spielen hier eine entscheidende Rolle.

Ich bitte den Vereinsvorstand als höchstes Gremium um Beantwortung der folgenden Fragen, da diese eine elementare Rolle spielen werden. Es wird sicherlich auch im Interesse und der Verantwortung des Vereinsvorstandes liegen, dass die Delegieren einen Anspruch auf wahrheitsgemäße und transparente Informationen haben, um eine gerechte Entscheidung treffen zu können.

1. Herr Meyer behauptet in der Stammtischrunde und wahrscheinlich auch am Wochenende, dass er freiwillig zurückgetreten sei ohne Druck des Vorstandes. Die andere Partei behauptet das Gegenteil.

Frage: Hat Herr Meyer sein Richteramt und das Amt des Vereinszuchtwartes freiwillig zur Verfügung gestellt oder ist es so, dass der Vorstand alle seine Ämter ruhend gestellt hätte, wenn er nicht freiwillig vom Richten zurückgetreten wäre und welche Gründe hätten zu dieser Entscheidung des Vorstands geführt?

2. Wie im Internet und in SV-Kreisen seit Jahren behauptet wird, soll die Steuerfahndung im Zusammenhang mit An- und Verkäufen von Hunden gegen Herrn Meyer vorgehen. Herr Meyers Aussage in der Stammtischrunde war, es gäbe keine weiteren Verfahren gegen ihn, auch kein Steuerverfahren und auch keine sonstigen Verfahren. Auch eine zurzeit noch bestehende sechsstellige Steuerschuld bestreitet er.

Frage: Ist es richtig wenn die Gegenpartei behauptet, der Vorstand habe durch den Richter im Verfahren über die Erschleichung von Sozialleistungen und auch vom Anwalt des Herrn Meyer Kenntnis eines Steuerverfahren und auch Informationen zu der Größenordnung des Umsatzes bzw. der Steuerforderung erhalten?

2a. Ist dem Vorstand ein weiteres Verfahren neben dem Erschleichen von Harz 1V Geldern bekannt?

2b. Hat der Vorstand auch Informationen zur Größenordnung der Steuerhinterziehung und ist diese sechsstellig?

2c . Wenn ja, liegt der Betrag bei über 500.000 Euro hinterzogenen Steuern?

3. Herr Meyer behauptet, dass er nicht vorbestraft sei. Die Gegenpartei behauptet, dass er durch das Urteil des Amtsgerichts Kassel wegen Erschleichung von Hartz IV-Geldern nicht vorbestraft sei, auch wenn eine Strafe von 29.500 Euro verhängt worden sei. Dies soll auch in einer Vorstandsitzung thematisiert worden sein. Wie war die Aussage des Rechtsamtes?

Sehr geehrter Herr Henke, sehr geehrte Herren Vorstände,

Die Situation in unserer Landesgruppe ist äußerst schwierig. Zum einen kann es nicht sein, dass Herr Meyer mit falschen Aussagen diffamiert wird und somit sein Amt verliert, auf der anderen Seite kann es auch nicht sein, dass die Delegierten von einem Amtsträger durch Falschaussagen dahingehend beeinflusst werden, diesen im Amt zu bestätigen. Es macht also Sinn, nicht nach der Abstimmung die Wahrheit zu kommunizieren, sondern vor dem Votum über den Misstrauensantrag die Delegierten wahrheitsgemäß zu informieren.

Ich bitte jeden einzelnen aus dem Vereinsvorstand unsere Vorstandschaft in der LG möglichst bis Freitag in Kenntnis über die Wahrheit durch die Beantwortung unserer Fragen zu setzten.

Ich bedanke mich schon im Vorfeld für Ihre Unterstützung.

Mit freundlichen Grüßen

Michaela Ditze
Delegierte der LG 09

One Reply to “Delegiertenanfrage an den Bundesvorstand”

  1. Michaela

    Ein Bericht der alles beinhaltet,
    über den BZW Meyer.
    Michaela einfach Spitze.

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