Nachlese zur Delegiertentagung am 23.2.2014

Die Delegiertentagung ist rum, die Ergebnisse liegen auf Tisch. Obwohl die Wahlergebnisse durchaus Gutes verheißen, kam ein Teil der Delegierten mit gemischten Gefühlen nach Hause. Einige haben sich bei mir gemeldet – und deren Sorgen, Nöte und Ärger will ich euch nicht vorenthalten.

Fangen wir mit dem neuen alten Vorstand an: Dr. Lauber. Ich persönlich tue mich sehr schwer damit, ihn als Kompetenzträger und Spitzenfunktionär unserer Landesgruppe anzuerkennen. Unvergessen ist für mich sein verbaler Ausfall vor einem Jahr, als er doch tatsächlich meinte, das Gesundheits-Problem unserer Schäferhunde in Volkmarsen, käme von der schlechten Luft in Volkmarsen – in Fulda gäbe es diese Probleme nicht. Wir alle wissen, dass „Dr. Luft“ solche Aussagen ja nicht aus eigener Blödheit macht. Nein, dieser geistige Tiefflug ist eine bewusste Polemisierung, da er das eigentliche Gesundheits-Problem nicht erkennen will. Trotzdem erkenne ich an, dass die Mehrheit das offenbar anders sieht. Bleibt zu hoffen, dass die Volkmarser Luft nicht irgendwann nach Fulda oder andere Landesteile zieht – am Ende könnte es für den Deutschen Schäferhund zu spät sein.

Auch der allgemeine Umgang mit den Vereinskritikern auf der Sitzung ließ offenbar zu wünschen übrig. Dass der Volkmarser Delegierte Dietmar Mahler zur Zielscheibe für den Klüngel-Klan werden würde, war ja bereits im Vorfeld abzusehen. Dass aber selbst unser Vorsitzender sich erneut nicht zu schade war mit dummen Bemerkungen zu glänzen, zeigt erneut die geistige Borniertheit dieses Mannes. Den Delegierten rufe ich an dieser Stelle zu: solange wir vereinsintern auf diese Weise streiten, ist und bleibt der Verein nicht aus sich selbst heraus reformierbar. Jeder, der nicht den Mund aufmacht, macht sich selber mitschuldig an den Zuständen im Verein!

Doch auch zu Sachfragen kamen bei mir kritische Hinweise an. Zum Beispiel zur Frage, warum es so schwer ist, Prüfungsergebnisse im Web zu veröffentlichen. Der Vorstand äußerte hierzu den Hinweis, dass dies nicht so ohne weiteres ginge, weil hierfür weitere Angestellte von Nöten seien. Seltsamerweise werden aber die Prüfungsergebnisse sowieso schon zeitnah und zentral erfasst – nämlich in Augsburg. Ist es denn zu gewagt, darüber nachzudenken, sich die Prüfungsergebnisse direkt aus Augsburg zu ziehen und auf der LG und HG Website zu veröffentlichen? Der RSV2000 kriegt so was übrigens schon seit längerem hin. Wenn man es will, geht es also offenbar. Immerhin: der Antrag mit der Veröffentlichung der Prüfungsergebnisse wurde mit 34/33 Stimmen angenommen.

Doch ein gutes bleibt: mit der Entsorgung des ehemaligen Landeszuchtwarts Meyer ist ein erster Schritt zur Säuberung des Vereins getan. Korrupte Funktionäre, Prüfungsmanipulateure und professionelle Hundezüchter haben an der Spitze nichts zu suchen – und ich bin froh, dass sich die Delegierten dieser Einschätzung angeschlossen haben. Die Fassade zeigt Risse, gut so!

Sportliche Grüße
Euer Bernd

One Reply to “Nachlese zur Delegiertentagung am 23.2.2014”

  1. Hallo Bernd!
    Ich darf gratulieren zu diesem guten Bericht.
    Ich hoffe du bist mir nicht böse, dass ich dein Bericht auch bei mir angeboten habe, selbstverständlich MIT Link zum Original damit meine Leser sich auch bei euch weiter informieren können.
    Sportliche Grüsse aus Flandern, wo die Luft noch rein ist, die Deutsche Schäferhunde aber ebenfalls schwer an HD/ED erkrankt sind.

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